Mundgeruch (Halitose)

Mundgeruch ist ein Thema, das nur selten angesprochen wird. Als betroffener Patient ist es Ihnen unangenehm, darüber zu sprechen. Andere wissen nicht, dass sie darunter leiden. Personen aus dem Freundes- oder Bekanntenkreis scheuen sich, die Betroffenen darauf aufmerksam zu machen. Dabei ist Mundgeruch eine Krankheit, die in den meisten Fällen leicht und zuverlässig behandelt werden kann.

Die Behandlung


Die Behandlung von Mundgeruch ist in erster Linie ursachenabhängig. Ist Mundgeruch vorhanden, wird er sich in erster Linie durch die Beseitigung des Zungenbelages und im Bedarfsfall durch eine Parodontalbehandlung, sowie durch individuelle prophylaktische Betreuung beseitigen lassen. Dazu muss die Zunge in die tägliche Mundhygiene einbezogen werden. Die Zungenreinigung sollte stets den Beginn und Abschluss der täglichen Mundhygiene bilden. Der Effekt einer Zungenreinigung kann unmittelbar beurteilt werden.

Diagnosemöglichkeiten


Obwohl die Ursachen leicht erkennbar sind, bereitet die Diagnostik von Mundgeruch erhebliche Schwierigkeiten. Genaue Aussagen über die Mundgeruchsstärke sind durch Messungen mit dem Halimeter möglich.

In den meisten Fällen von oral (die Mundhöhle betreffend) bedingtem Mundgeruch spielen auch Beläge des hinteren Anteils des Zungenrückens eine wichtige Rolle.

Begünstigende Faktoren sind ein verminderter Speichelfluss, Rauchen, Mundatmung, Schnarchen, starke Nasensekretion, Stress und Fastenperioden.

Neben oralen Ursachen können Erkrankungen aus dem HNO-Bereich und der Lunge Grund für Mundgeruch sein. In seltenen Fällen kann sich hinter Mundgeruch eine Allgemeinerkrankung verbergen. Daher ist eine genaue Diagnostik wichtig.