Kinderzahnheilkunde

Unsere Empfehlung zu Fluoridanwendungen

Laut Leitlinie der DGZMK (Deutsche Gesellschaft für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde)

 

Durch Fluoride kann Karies verhindert, bzw. bestehende, wenig ausgeprägte Kariesläsionen zum Stillstand gebracht werden.

 

Eine hohe Wirksamkeit hat das direkte Aufbringen von Fluor auf den Zahnschmelz, in Form von Zahncreme, Gel oder Lack. Wichtig ist hierbei die kontinuierliche Anwendung, die z.B. durch den täglichen Gebrauch von fluoridhaltiger Zahncreme gewährleistet ist.

 

Ab dem Durchbruch des ersten Milchzahnes, bis zum Durchbruch des 1. bleibenden Zahnes sollten Zahncremes mit einer niedrigen Fluoridkonzentration verwendet werden (0,05% Fluorid = 500 ppm), z.B. Elmex Kinderzahncreme.

 

Ab dem ersten Zahndurchbruch 1x täglich putzen, mit einem dünnen Film Kinderzahncreme.

Vom 2. bis zum 6. Lebensjahr 2x täglich putzen mit einer erbsengroßen Menge Kinderzahncreme.

Ab dem 6. Lebensjahr kann dann 2x täglich mit einer Erwachsenenzahncreme, mit 0,10 - 0,15% Fluorid = 1000 - 1500 ppm, geputzt werden.

 

Zusätzlich wird die Verwendung von fluoridhaltigem Speisesalz im Haushalt empfohlen. Die zusätzliche Gabe von Fluoridtabletten empfehlen wir nicht, da sonst die Gefahr einer Überfluoridierung besteht (Fluorose = weiße Flecken im Zahnschmelz).

 

Ab dem Schulalter können noch zusätzliche Fluoridierungsmaßnahmen erfolgen. In der Zahnarztpraxis mit Fluoridgelen oder -lacken. Auch zur häuslichen Anwendung, 1x pro Woche Fluoridgel (Elmex Gelee) oder tägliche fluoridhaltige Spülungen (bei erhöhtem Kariesrisiko).

 

Die genannten Fluoridierungsmaßnahmen schützen vor Karies. Bei schlechter Mundhygiene, häufiger Zufuhr zuckerhaltiger Nahrungsmittel (besonders zuckerhaltiger Getränke in Babyflaschen), häufigem Genuss gesüßter Zwischenmahlzeiten und gesüßter Limonaden lässt sich Karies durch Fluoridierungsmaßnahmen allein nicht vermeiden.

Kinderbehandlung

Liebe Eltern,

 

die Angst vorm Zahnarzt ist nicht angeboren!

 

Leider erleben wir es immer wieder, dass der Termin beim Kinderzahnarzt seit Wochen steht, das Kind informiert wurde und dennoch im Behandlungsstuhl verkrampft und "dicht" macht. Die Untersuchung wird zur Nervenzerreißprobe für alle Beteiligten.

Damit das nicht passiert, haben wir hier für Sie eine kleine Liste mit Ratschlägen zusammengetragen, wie Sie Ihr Kind optimal auf den Besuch bei unserer Kinderzahnärztin, Frau Dr. Serpikova, vorbereiten können und uns die Zusammenarbeit erleichtern.

 

Wir freuen uns darauf, Sie und Ihr Kind in unserer Praxis begrüßen zu dürfen!

 

10 Tipps für den Besuch beim Kinderzahnarzt

1. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind ausgeruht ist. Halten Sie den Tag frei von weiteren Terminen, die für Stress und Müdigkeit sorgen.

2. Je weniger Aufhebens Sie um die Untersuchung machen, desto besser!
Wecken Sie lieber die Neugierde auf das anstehende Erlebnis (Kindervideo im Behandlungszimmer an der Decke, Kinderspielecke, Überraschung am Ende der Behandlung).

3. Vermeiden Sie beruhigend gemeinte Floskeln wie "du brauchst keine Angst zu haben" oder "das tut gar nicht weh". Unser Unterbewusstsein kennt keine Verneinung. Bei Ihrem Kind kommt daher an: "Es tut weh - Du musst Angst haben".

4. Versuchen Sie nicht Ihrem Kind die zahnärztliche Behandlung zu erklären. Es fehlt noch an nötigem Wissen und Verständnis. Ihre Schilderung könnte zu einer verwirrend-angsteinflößenden Vorstellung führen.

5. Sollte Ihr Kind genauer nachfragen, sagen Sie ihm, die Kinderzahnärztin sei eine gute Bekannte, die nach den Zähnen schauen wolle, um sicherzustellen, dass sie gesund sind und auf Dauer auch bleiben.

6. Um Ihr Kind optimal auf die Untersuchung vorzubereiten, sollten Sie beginnen, sich spielerisch mit dem Mund und den Zähnen zu beschäftigen. Zeigen Sie zunächst Ihre Zähne im Spiegel, dann Ihre zusammen mit denen Ihres Kindes. Unterhalten Sie sich darüber, was man mit dem Mund alles machen kann (sprechen, lachen, singen, pfeifen, küssen) und welche Aufgaben die Zähne haben. Vermitteln Sie, wie wichtig es ist, dass Zähne sauber und gesund sind.

7. Ihr Kind sollte wissen, dass es einen Mund mit Zähnen darin hat und dass es normal ist, sich mit diesem Bereich zu beschäftigen und ihn anderen zugänglich  zu machen. Eine gute Übung sind Zahnarzt-Spielsets für Kinder wie z.B. Dr, Wackelzahn, Play-Doh.

8. Empfehlenswert sind auch Kinderbücher über den Zahnarztbesuch und das Zähneputzen, die Sie vorher zusammen lesen, bzw. anhören können, z.B.  "Ich hab eine Freundin, die ist Zahnärztin" von Ralf Butschkow, "Conni geht zum Zahnarzt" von Liane Schneider, beide Carlsen Verlag oder "teeth und seine Freunde" von Birgit Fritz/Gryphon Verlag und Kassetten/CDs: "Karius und Baktus" von Thorbjörn Egner, Audionauten Verlag.

9. Besuche beim Kinderzahnarzt sind Bestandteil des Aufwachsens. Bitte versprechen Sie Ihrem Kind keine Belohnungsgeschenke. Sind sie besonders begehrenswert, üben sie krampfartigen Druck auf ihr Kind aus, was die Behandlung erheblich erschwert.

10. Benutzen Sie insbesondere niemals die Androhung eines Zahnarztbesuches als Bestrafung für fehlerhaftes Verhalten, z.B. wenn Ihr Kind in Ihren Augen die Zähne nicht gründlich genug putzt. Das führt zu einer negativen Assoziation, die nur schwer wettzumachen ist.

 

In schwierigen Fällen bieten wir auch Behandlungen unter Sedierung und Kurzzeitnarkose an.

 

 

 

 

Sedierung und Kurzzeitnarkose

Artikel folgt in Kürze!